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OCFL Download

Anton kann Bestände zusätzlich zu DIP/BagIt im Oxford Common File Layout (OCFL) v1.1 exportieren. OCFL ist eine Storage-Spezifikation für die Langzeitarchivierung: versioniert, prüfsummen-gesichert, Content-Adressing, self-describing. Mehrere Schweizer Langzeitarchive — namentlich UB Basel und das DLZA — erwarten OCFL für die Übergabe.

Verfügbar seit v0.66.0.

Zwei Modi

Modus Knopf in der Detail-Ansicht Inhalt
Einzel-Objekt "OCFL" Ein OCFL Object Root mit den Medien dieses Datensatzes
Subtree (Bestand) "OCFL (Bestand)" Ein OCFL Storage Root (HashedNTupleStorageLayout) mit je einem Object pro Descendant

Beide Modi liefern ein ZIP zum sofortigen Download. Pro OCFL-Version (v1) enthält jedes Objekt:

  • data/content/<datei> — die Original-Mediendateien
  • metadata/ead.xml — vollständige EAD-Beschreibung
  • metadata/dc/<datei>.xml — DublinCore pro Medium
  • metadata/anton-import.json — Round-Trip-Payload im Anton-Import-Format

Die Object-ID ist urn:anton:{tenant}-objects-{id} (entspricht dem full_id des AntonObjects, mit URN-Präfix).

Sichtbarkeit der Knöpfe konfigurieren

Wie bei DIP/Word gehören die OCFL-Knöpfe ins Modul module_word_download der Detail-internal-Form. Die Sichtbarkeit pro Verzeichnungsstufe steuern zwei Settings:

Setting Default Empfohlen
level_of_description_ids_for_ocfl_download leer [3, 4, 5, 6] (Fonds, Series, File, Item)
level_of_description_ids_for_ocfl_subtree_download leer [3] (nur Fonds)

Die Standard-Defaults sind bewusst leer — OCFL ist nur für Archive sinnvoll, deren Empfänger das Format erwartet. Aktivieren über /settings oder via Tinker.

Adressfeld in der OCFL-Inventory

Jede OCFL-Version trägt im inventory.json einen user.address-Eintrag zur Provenienz. Anton füllt ihn mit dem Tenant-Setting repository_email (als mailto: URI), Fallback ist eine stabile URN urn:anton:tenant:{slug}. Damit landen keine personenbezogenen E-Mail-Adressen im Archivpaket, aber das empfangende Archiv hat einen Kontaktpunkt.

Validierung

Jeder Export läuft durch den offiziellen OCFL-Validator des ottosmops/ocfl-Pakets und validiert alle 55/12/13 OCFL-Fixtures der Spec.

Eine externe Validierung ist über das CLI möglich:

# OCFL-Object validieren
ddev exec vendor/bin/ocfl validate <pfad-im-container>

# Storage-Root listen
ddev exec vendor/bin/ocfl list <pfad-im-container>

# Object-Inhalt anzeigen
ddev exec vendor/bin/ocfl info <pfad-im-container>

Exit-Codes: 0 valid, 1 invalid, 2 Usage-Fehler, 3 Runtime-Fehler.

Wann OCFL, wann DIP?

Empfänger Format
Klassisches Endarchiv erwartet BagIt-Container DIP
Langzeitarchiv mit OCFL-Anforderung (UB Basel §7, DLZA) OCFL
Forschungs-Repositorium, das OCFL versteht OCFL
Lokale Übergabe mit Word-Findbuch DIP

Beide laufen additiv — DIP bleibt vollständig erhalten.

Routen

  • GET /objects/ocfl/{id} — Einzel-Objekt-Export (ZIP)
  • GET /objects/ocfl-subtree/{id} — Subtree-Export (ZIP)

Beide hinter admin-Middleware. Keine Web-Form, direkter Download.