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Langue:DeutschEnglish Last updated: 2026-08-04

Schutzfristen

Die Schutzfristen bestimmen, wann die Medien einer Verzeichnungseinheit öffentlich werden. Wie sie beim Erschliessen wirken, beschreibt Zugang und Schutzfristen — diese Seite behandelt die Einrichtung.

Wie Anton rechnet

Anton ermittelt für jeden Datensatz ein Freigabejahr und hält es gespeichert. Katalog, Galerie und Suche lesen alle denselben Wert — es gibt keine zweite Rechnung an anderer Stelle. Massgeblich ist:

  1. Das Feld Schutzfrist bis am Datensatz. Es hat Vorrang und vererbt sich nach unten an den ganzen Teilbaum.
  2. Sonst die Frist des im Feld Zugangsbestimmungen / Sperrfrist gewählten Typs, gerechnet ab dem Entstehungsdatum. Typ-Fristen gelten nur für den Datensatz selbst und vererben sich nicht.

Vereinheitlicht seit v0.78

Vor Version 0.78 rechneten mehrere Stellen die Frist unabhängig voneinander aus, was zu Abweichungen zwischen Katalog, Galerie und Suche führen konnte. Seither gibt es genau eine Quelle. Nach dem Aktualisieren wird das Freigabejahr für den Bestand einmalig neu berechnet.

Datensätze ohne Entstehungsdatum

Eine Typ-Frist wird ab dem Ende des Entstehungszeitraums gerechnet, also ab dem Feld Entstehung bis. Fehlt dieses, lässt sich das Freigabejahr nicht ermitteln — der Datensatz bleibt dann gesperrt, bis eine der beiden Angaben nachgetragen wird:

  • das Entstehungsdatum bis, oder
  • ein Schutzfrist bis direkt am Datensatz.

Beide Datumsfelder ausfüllen

Anton erwartet, dass Entstehung von und Entstehung bis gesetzt sind. Bei einem einzelnen Datum stehen in beiden Feldern derselbe Wert. Ein ausgefülltes «von» allein genügt nicht: Für die Frist zählt das Ende des Zeitraums, und Anton rät es nicht aus dem Anfang — eine 80-Jahre-Frist ab 1933 endet anders als ab 1965, und welcher der beiden Werte gemeint ist, weiss nur das Archiv.

Geändert: früher wurden solche Datensätze angezeigt

Bis dahin rechnete Anton bei fehlendem Datum ab dem Jahr 0. Eine Frist von 80 Jahren lief damit im Jahr 81 ab, also längst — der Datensatz galt als frei und war öffentlich sichtbar, obwohl eine Frist gesetzt war. Beim Aktualisieren verschwinden diese Datensätze aus der öffentlichen Ansicht.

Betroffen sind nur Datensätze, bei denen jemand tatsächlich eine Frist gewählt hat. Ohne gewählte Sperrfrist bleibt ein Datensatz frei, auch ohne Entstehungsdatum.

Welche Datensätze im eigenen Bestand betroffen sind, lässt sich auf Anfrage auswerten — bei Anton as a Service über k & r. Sinnvollerweise trägt man die fehlenden Entstehungsdaten nach, statt die Einträge gesperrt zu lassen.

Die Typen pflegen

Jeder Eintrag der Werteliste trägt:

Angabe Bedeutung
Dauer in Jahren Frist ab Entstehungsdatum
öffentlich keine Frist — sofort frei
nie freigeben dauerhaft gesperrt

Im Standard sind drei Typen hinterlegt: öffentlich (0 Jahre), Standard Schutzfrist (30 Jahre) und verlängerte Schutzfrist (70 Jahre). Typen lassen sich umbenennen, ergänzen und in der Dauer ändern.

Superusern vorbehalten

Der Editor liegt unter /admin/protection-periods und ist Superusern vorbehalten — mit der Rolle admin ist er nicht erreichbar. Bei Anton as a Service ist dafür k & r zuständig.

Für Archive ohne dauerhafte Sperren ist «nie freigeben» optional; es muss nicht konfiguriert sein.

Was das angezeigte Jahr bedeutet

Angezeigt wird das erste Jahr, in dem die Einheit frei ist. Bei Entstehung 1990 und 30 Jahren Frist also 2021, nicht 2020.

Beim Ändern einer Frist

Eine geänderte Dauer wirkt auf alle Datensätze dieses Typs — auch auf bestehende. Das Freigabejahr wird neu ermittelt, Medien können damit schlagartig öffentlich werden oder verschwinden. Eine Änderung an den Fristen ist deshalb keine Kleinigkeit und gehört geprüft, bevor sie auf einem produktiven Archiv landet.