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Sprache:DeutschEnglish Last updated: 2026-10-19

Schutzfristen

Die Schutzfristen bestimmen, wann die Unterlagen und Medien einer Verzeichnungseinheit öffentlich werden; die Beschreibung bleibt sichtbar. Den ganzen Datensatz verbirgt nur das Feld Datensatz gesperrt. Wie beides beim Erschliessen wirkt, beschreibt Zugang, Sperre und Schutzfrist — diese Seite behandelt die Einrichtung.

Wie Anton rechnet

Anton ermittelt für jeden Datensatz ein Jahr «Frei ab» und hält es gespeichert. Katalog, Galerie und Suche lesen alle denselben Wert — es gibt keine zweite Rechnung an anderer Stelle. Massgeblich ist:

  1. Das Feld Frei ab am Datensatz. Es hat Vorrang und wirkt nach unten auf den ganzen Teilbaum.
  2. Sonst die Frist des im Feld Schutzfrist gewählten Typs, gerechnet ab dem Entstehungsdatum. Typ-Fristen gelten nur für den Datensatz selbst und vererben sich nicht.

Eine Quelle für die Frist

Katalog, Galerie und Suche rechnen die Frist an genau einer Stelle — sie können also nicht auseinanderlaufen.

Datensätze ohne Entstehungsdatum

Eine Typ-Frist wird ab dem Ende des Entstehungszeitraums gerechnet, also ab dem Feld Entstehung bis. Fehlt dieses, lässt sich das Jahr «Frei ab» nicht ermitteln — die Unterlagen bleiben dann geschützt, bis eine der beiden Angaben nachgetragen wird (die Beschreibung bleibt sichtbar):

  • das Entstehungsdatum bis, oder
  • ein Frei ab direkt am Datensatz.

Beide Datumsfelder ausfüllen

Anton erwartet, dass Entstehung von und Entstehung bis gesetzt sind. Bei einem einzelnen Datum stehen in beiden Feldern derselbe Wert. Ein ausgefülltes «von» allein genügt nicht: Für die Frist zählt das Ende des Zeitraums, und Anton rät es nicht aus dem Anfang — eine 80-Jahre-Frist ab 1933 endet anders als ab 1965, und welcher der beiden Werte gemeint ist, weiss nur das Archiv.

Wen das betrifft

Betroffen sind nur Datensätze, bei denen jemand tatsächlich eine Frist gewählt hat. Ohne gewählte Schutzfrist bleibt ein Datensatz frei, auch ohne Entstehungsdatum.

Welche Datensätze im eigenen Bestand betroffen sind, lässt sich auf Anfrage auswerten — bei Anton as a Service über k & r. Sinnvollerweise trägt man die fehlenden Entstehungsdaten nach, statt die Unterlagen geschützt zu lassen.

Die Typen pflegen

Jeder Eintrag der Werteliste trägt:

Angabe Bedeutung
Dauer in Jahren Frist ab Entstehungsdatum
öffentlich keine Frist — sofort frei
dauernd geschützt Unterlagen nie frei, Beschreibung sichtbar

Im Standard sind drei Typen hinterlegt: öffentlich (0 Jahre), Standard Schutzfrist (30 Jahre) und verlängerte Schutzfrist (70 Jahre). Typen lassen sich umbenennen, ergänzen und in der Dauer ändern.

Superusern vorbehalten

Der Editor liegt unter /admin/protection-periods und ist Superusern vorbehalten — mit der Rolle admin ist er nicht erreichbar. Bei Anton as a Service ist dafür k & r zuständig.

Für Archive ohne dauernden Schutz ist «dauernd geschützt» optional; es muss nicht konfiguriert sein.

Was das angezeigte Jahr bedeutet

«Frei ab» ist das erste Jahr, in dem die Einheit frei ist. Bei Entstehung 1990 und 30 Jahren Frist also 2021, nicht 2020. Bis 0.107 hiess das Feld «Sperrfrist bis»; der Wert war schon damals das erste freie Jahr.

Bezeichnungen der Felder

Seit 0.108 heissen die Felder im Standard Datensatz gesperrt, Schutzfrist und Frei ab, mit Hilfetexten, die den Unterschied nennen. Hat ein Archiv eigene Bezeichnungen oder Hilfetexte gesetzt, bleiben sie beim Update stehen. anton:access-labels listet sie neben dem Standard; anton:access-labels --adopt übernimmt den Standard, wenn das Archiv es will.

Beim Ändern einer Frist

Eine geänderte Dauer wirkt auf alle Datensätze dieses Typs — auch auf bestehende. Das Jahr «Frei ab» wird neu ermittelt, Medien können damit schlagartig öffentlich werden oder verschwinden. Eine Änderung an den Fristen ist deshalb keine Kleinigkeit und gehört geprüft, bevor sie auf einem produktiven Archiv landet.