Zum Inhalt

Schutzfristen

Die Schutzfristen bestimmen, wann die Medien einer Verzeichnungseinheit öffentlich werden. Wie sie beim Erschliessen wirken, beschreibt Zugang und Schutzfristen — diese Seite behandelt die Einrichtung.

Wie Anton rechnet

Anton ermittelt für jeden Datensatz ein Freigabejahr und hält es gespeichert. Katalog, Galerie und Suche lesen alle denselben Wert — es gibt keine zweite Rechnung an anderer Stelle. Massgeblich ist:

  1. Das Feld Schutzfrist bis am Datensatz. Es hat Vorrang und vererbt sich nach unten an den ganzen Teilbaum.
  2. Sonst die Frist des im Feld Zugangsbestimmungen / Sperrfrist gewählten Typs, gerechnet ab dem Entstehungsdatum. Typ-Fristen gelten nur für den Datensatz selbst und vererben sich nicht.

Vereinheitlicht seit v0.78

Vor Version 0.78 rechneten mehrere Stellen die Frist unabhängig voneinander aus, was zu Abweichungen zwischen Katalog, Galerie und Suche führen konnte. Seither gibt es genau eine Quelle. Nach dem Aktualisieren wird das Freigabejahr für den Bestand einmalig neu berechnet.

Die Typen pflegen

Jeder Eintrag der Werteliste trägt:

Angabe Bedeutung
Dauer in Jahren Frist ab Entstehungsdatum
öffentlich keine Frist — sofort frei
nie freigeben dauerhaft gesperrt

Im Standard sind drei Typen hinterlegt: öffentlich (0 Jahre), Standard Schutzfrist (30 Jahre) und verlängerte Schutzfrist (70 Jahre). Typen lassen sich umbenennen, ergänzen und in der Dauer ändern.

Superusern vorbehalten

Der Editor liegt unter /admin/protection-periods und ist Superusern vorbehalten — mit der Rolle admin ist er nicht erreichbar. Bei Anton as a Service ist dafür k & r zuständig.

Für Archive ohne dauerhafte Sperren ist «nie freigeben» optional; es muss nicht konfiguriert sein.

Was das angezeigte Jahr bedeutet

Angezeigt wird das erste Jahr, in dem die Einheit frei ist. Bei Entstehung 1990 und 30 Jahren Frist also 2021, nicht 2020.

Beim Ändern einer Frist

Eine geänderte Dauer wirkt auf alle Datensätze dieses Typs — auch auf bestehende. Das Freigabejahr wird neu ermittelt, Medien können damit schlagartig öffentlich werden oder verschwinden. Eine Änderung an den Fristen ist deshalb keine Kleinigkeit und gehört geprüft, bevor sie auf einem produktiven Archiv landet.