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Lingua:DeutschEnglish Last updated: 2026-08-19

Export-Matrix

Übersicht, welche Anton-Daten über welches Export-Format ausgegeben werden — und welche sich nur über den vollständigen SQL-Dump rekonstruieren lassen.

Wozu welches Artefakt taugt, ordnet Langzeitarchivierung: Überblick ein. Die Kurzfassung: Nativer Round-Trip und SQL-Dump sind Sicherungen, alles andere sind Publikations- und Austauschsichten.

Stand

Diese Matrix bildet den Stand vom 16. August 2026 ab (Anton v0.87). Sie wird zusammen mit den Exportern gepflegt.

Verfügbare Formate

Format Standard Umfang Einstieg
EAD 2002 apeEAD (ead.xsd + apeEAD.xsd) Objekt-Baum ab Bestand Admin → Export
EAD3 ead3.rng Objekt-Baum (reduziert) Admin → Export
EAD Holding Guide apeEAD type=holdings_guide Bestandsübersicht Admin → Export
TEI – Normdaten-Listen TEI-P5 standOff Akteur:innen / Orte / Schlagwörter (gesamt) /api/tei/{actors,places,keywords}
TEI – pro Objekt TEI-P5 ein Datensatz API mit ?format=tei
RDF «A+» CIDOC CRM + RiC-O (dual) Objekt-Baum, alle Entitäten Admin → Export, anton:export-rdf
RDF RiC reines RiC-O 1.1 (JSON-LD) Objekt-Baum Admin → Export
RDF Memobase RiC-O-Subset (JSON-LD) Objekt-Baum (verlustbehaftet) Admin → Export
RDF «A+» Bundle CIDOC CRM + RiC-O + Mediendateien als ZIP Objekt-Baum, offline anzeigbar ohne Anton; mit --include-protected --include-originals ein Migrationspaket (siehe unten) Admin → Export, anton:export-rdf --profile=a-plus-bundle
Nativer Round-Trip anton-import-format v0.4 (JSON) + Master-Medien als ZIP Objekt-Baum, verlustfrei re-importierbar anton:export-native / anton:import-native
Dublin Core OAI-DC pro Objekt (nur eingebettet) Baustein in DIP / OCFL
DIP BagIt Paket: Medien + Metadaten (Teilbaum) Taste «DIP» am Datensatz
OCFL Oxford Common File Layout Paket: Medien + Metadaten (Objekt/Teilbaum) Taste am Datensatz
Excel (voll) XLSX aktuelle Trefferliste, alle Felder Trefferliste → Export
Excel (Update-Tabelle) XLSX Trefferliste, nur beschreibbare Felder, wieder einspielbar Trefferliste → Export → Update
Word / PDF DOCX / PDF Findbuch pro Objekt Taste am Datensatz
Paper HTML-Druckansicht Trefferliste (max. 1000) Trefferliste
SQL-Dump mysqldump (gzip) ganze Mandanten-Datenbank Admin → Export

Entitäts-Matrix

Legende: ● voll · ◐ teilweise / eingebettet · ○ nicht enthalten

Entität EAD2002 EAD3 TEI RDF A+ RiC Memobase DC DIP/OCFL Excel voll Excel Update SQL-Dump
Verzeichnungseinheit
Hierarchie
Medien (Metadaten)
Medien (Dateien) ◐¹
Volltext / OCR ●¹
Akteur:innen (eingebettet)
Akteur:innen (Normdatei)
Orte (eingebettet)
Orte (Normdatei)
Schlagwörter
Ereignisse (Graph)
Textfelder (ISAD-Felder)
Termselect-Werte
Seiten / Editionen
Sprachen / Anzeige-Datum
Standort (physisch) ○² ○²
Schutzfrist (strukturiert) ○² ○²
Kommentare (intern) ●³
Benutzerkonten
Einstellungen / Formulare
KI-Erschliessungsdaten
Datei-Provenienz (PRONOM/NARA)

² EAD gibt Zugangsbestimmungen und Standortangaben nur als Freitext aus — <accessrestrict> und <originalsloc> werden aus den gleichnamigen Textfeldern gespeist, nicht aus dem Feld «Zugangsbestimmungen / Sperrfrist» oder dem Standort-Verweis. Ein Konsument erhält also das, was jemand hingeschrieben hat, nicht die auswertbare Frist. <physloc> ist nicht implementiert.

³ Kommentare sind interne Arbeitsnotizen und erscheinen bewusst in keinem Publikationsformat — auch nicht im nativen Round-Trip. Sie liegen ausschliesslich im SQL-Dump. Das ist kein Umsetzungsstand, sondern eine Festlegung: Sie werden in einer eigenen Tabelle geführt, die kein Exporter kennt, damit sie auch nicht versehentlich in eine Publikation geraten können. Siehe Kommentare.

¹ Nur im A+ Bundle: Der reine A+-Export liefert bundle-relative Medien-Verweise, Bildmasse, AV-Dauer und OCR-Volltext im Graphen; das ZIP legt zusätzlich die Derivate (thumb/web) daneben — im Standardfall nicht die Master. Mit --include-originals kommen die Master-Dateien dazu, siehe Migrations-Export.

Gut abgedeckt

Verzeichnungseinheiten sind breit unterstützt. EAD2002 ist das vollständigste Format: Titel, Signatur, Datierung, Stufe, Umfang, Sprachen und sämtliche ISAD(G)-Textfelder. RDF A+ typisiert dasselbe doppelt (CIDOC CRM und RiC-O), inklusive mehrsprachiger Titel.

Normdaten haben genau einen strukturierten, eigenständigen Export: die TEI-Normdatenlisten mit allen Namensformen, Lebensdaten, Koordinaten, Beschreibung, Quellen und externen Links. Zwei Einschränkungen: Nur freie, nicht an Objekte gebundene Normdatensätze werden ausgegeben, und Akteur:innen oder Orte ohne Typ werden übersprungen. Sonst erscheinen Normdaten nur eingebettet in Objektexporten.

Nur im SQL-Dump

Diese Daten überleben keinen Formatexport:

  • Benutzerkonten und Authentifizierung — gehört auch nicht in einen Archivexport
  • Einstellungen, Formulardefinitionen, Standorte, Bestellungen, Nachrichten
  • Datei-Provenienz — PRONOM/NARA-Historie und Konversions-Ereignisse, also die gesamte Preservation-Historie der Dateien
  • KI-Erschliessungsdaten — Profile, Verbrauch, Budgets, Audit-Stichproben
  • Editionen und Korrespondenzen
  • Volltext-Index
  • Der Ereignis-Graph als Relation — Ereignisse erscheinen nur abgeflacht (Excel) oder implizit (EAD, RDF)

Migrations-Export: das Bundle als Weg hinaus

Die Matrix oben beschreibt den Standardfall. Der RDF-Export kennt zwei Schalter, die ihn aus der Publikationsecke herausheben:

Schalter Wirkung
--include-protected umgeht den Datenschutzfilter — gesperrte Objekte, private Medien und interne Textfelder kommen mit. Wirkt bei a-plus, ric und a-plus-bundle, nicht bei memobase
--include-originals nur a-plus-bundle: packt die Original-Master ins ZIP, nicht nur web/thumb
php artisan anton:export-rdf --env=<slug> --root=<id> \
    --profile=a-plus-bundle --include-protected --include-originals

Das Ergebnis ist ein standardkonformes Paket aus CIDOC-CRM/RiC-O-Graph, gesperrten Daten und Originaldateien — geeignet, um einen Bestand in ein anderes System zu überführen. Für den Rückweg nach Anton gibt es kein fertiges Werkzeug — dafür bleibt der native Round-Trip zuständig. Und es enthält personenbezogene Daten: nicht öffentlich hosten.

Wer welches Artefakt auslösen kann

Artefakt Selfservice in der Oberfläche
SQL-Dump ja — Admin → Export
EAD, TEI, RDF (Standard), A+ Bundle (Standard), DIP, OCFL, Excel, Word/PDF ja
A+ Bundle mit --include-protected / --include-originals nein — die UI und die API reichen die Schalter nicht durch, nur CLI
Nativer Round-Trip (anton:export-native / anton:import-native) nein — reines CLI-Kommando

Bei Anton as a Service erzeugt k & r die CLI-Artefakte auf Anfrage; on premises laufen die Kommandos bei der betreibenden Institution.

Format-Einschränkungen im Einzelnen

EAD3 ist deutlich dünner als EAD2002: keine Textfelder, keine Orte, keine Akteur:innen-Deskriptoren, keine Medien, keine Sprachangaben — nur Signatur, Titel, Datierung, Urheber:innen und Schlagwörter.

EAD Holding Guide liefert eine flache Bestandsübersicht ohne Textfelder pro Knoten.

Memobase-RDF ist bewusst verlustbehaftet: keine Akteur:innen, Orte, Schlagwörter oder Ereignisse — nur Institution, Objekte, Instantiations und rund acht Textfeldtypen.

TEI pro Objekt kennt keinen Gesamtexport, keine Hierarchie und kaum Medien.

DIP und OCFL führen kein PREMIS und kein METS; die Preservation-Metadaten beschränken sich auf das OCFL-Inventory. Die ZH-Variante des DIP enthält nur Mediendateien, keine Metadaten.

Die beiden Excel-Exporte verfolgen entgegengesetzte Zwecke. Der volle Export ist eine Auswertungssicht: er nimmt alles mit, was sich flach darstellen lässt, und lässt sich nicht wieder einspielen. Die Update-Tabelle ist das Gegenteil — sie enthält bewusst nur, was ein Datenupdate auch schreiben darf, und lässt Hierarchie (parent) und Ereignisse weg, weil diese beim Zurückspielen blockiert würden. Der Standort ist seit v0.86 enthalten: er wird beim Update geschrieben, und Umräumen im Magazin ist einer der häufigsten Gründe für ein Massen-Update. Wer die schmalere Datei nimmt, verliert also keine Information versehentlich, sondern begrenzt absichtlich den Wirkungsbereich; im Download-Dialog lässt sich das noch weiter einschränken.

Seit v0.87 führt die Update-Tabelle eines mehrsprachigen Archivs den Titel in je einer Spalte pro Inhaltssprache (title_de, title_fr …) statt in einer einzigen. Damit ist der Round-Trip auch mehrsprachig verlustfrei: Mit einer Spalte müsste beim Zurückspielen die Sprache des Laufs entscheiden, wohin der Wert gehört, und ein französischer Titel landete im deutschen Feld. Einsprachige Archive behalten die bare Spalte titel. Der volle Export gibt den Titel weiterhin einsprachig aus — er ist eine Lesesicht, kein Rückweg.

Beides sind keine Sicherungen: Auch der volle Excel-Export führt weder Medien noch Normdateien noch Formulare. Für einen Rückweg dienen der native Round-Trip oder der SQL-Dump (siehe unten).

RDF A+ und nativer Round-Trip sind zwei Produkte

Der A+-Graph ist eine Discovery-Sicht, kein Backup. Aus dem Bundle allein lässt sich kein Anton-Mandant rekonstruieren: Es fehlen die UUIDs, der Formularsatz, die Rohwerte und die Schutzfristen.

Für den verlustfreien Weg gibt es den nativen Round-Trip (anton:export-nativeanton:import-native): ein Paket im anton-import-format v0.4 samt Master-Medien, das Anton wieder einliest. Verankert über UUIDs (unbekannt → neu anlegen, bekannt → überspringen, mit --update aktualisieren), Hierarchie über die UUID der übergeordneten Einheit, alle Sprachen, Ereignisse, Textfelder aller Träger einschliesslich privater, Termselect-Werte, Formularsatz und die Wiederanbindung der Medien. Vor jedem Schreibvorgang wird das ganze Paket validiert; schlägt es fehl, wird zurückgerollt.

Auch Akteur:innen, Orte und Schlagwörter tragen seit v0.79 eine portable UUID — ein Re-Import verankert sie daran, statt gleichnamige Normdatensätze zu verschmelzen.

Kommentare gehen beim Round-Trip verloren

«Verlustfrei» bezieht sich auf die Erschliessung. Interne Kommentare sind ab v0.86 davon ausgenommen: Sie werden in einer eigenen Tabelle geführt, die kein Exporter kennt — auch der native nicht —, damit sie nicht versehentlich in eine Publikation geraten. Ein Export-Import-Zyklus lässt sie zurück.

Wer sie mitnehmen muss, braucht den SQL-Dump. Das ist die Sicherung, die wirklich alles enthält.

Nicht enthalten und damit weiterhin SQL-Dump: Benutzerkonten, Einstellungen, Formulardefinitionen und die KI-Daten.

Datenschutz-Filter

RDF, TEI und EAD filtern private Objekte, Akteur:innen und Medien sowie private Textfeldtypen (Archivinterne Bemerkungen, Informationen des Bearbeiters, Kommentar) heraus.

Reine Flag-Logik

Der Filter wertet das private-Kennzeichen aus — er ist keine Rollenprüfung. Der Download einer erzeugten RDF-Datei prüft ausser dem Dateinamen keine weiteren Berechtigungen.

Kernaussage

Beschreibungsmetadaten sind über offene Standards exzellent abgedeckt und paketierbar. Normdaten haben genau einen eigenständigen Export (TEI). Ereignisgraph, Benutzer:innen, Konfiguration, KI-Daten und Datei-Provenienz haben keinen standardbasierten Export und lassen sich nur über den vollständigen SQL-Dump sichern.